Bolivien: Geschichte
Das heutige Bolivien gehörte zum grössten
Teil zum Tiahuanacoreich, das im Altiplano in der Nähe des
Titicacacasees ca. 600 n. Chr. entstanden ist. Daraus entstand im
15. Jahrhundert das Inkareich, das von dem Spanier Pizzaro 1538
gewaltsam unterworfen wurde. Dieser gründete die heutige Hauptstadt
Sucre; (damals La Plata-Charcas). Für die Entwicklung der Kolonialzone
war die Entdeckung des "Cerro Rico" von Potosi von entscheidender
Bedeutung. Hier wurde in ca. 300 Jahren eine grössere Menge
an Silber abgebaut, als bis zu dieser Zeit jemals in Europa vorhanden
war.
Am 6.8.1825 erklärte Oberperu seine Unabhängigkeit und
erhielt zu Ehren seines Befreiers (Simon Bolívar) den Namen
Bolivar, der später in den heutigen Namen Bolivien geändert
wurde.
Nachdem Bolívar das Land verlassen hatte, kam es zum Bürgerkrieg.
Dieser führte 1828 zum Sturz Sucres durch den peruanischen
General A. Santa Cruz; der gleichzeitig Namensgeber der heutigen
Stadt Santa Cruz ist.
In den folgenden Jahren versank das Land in Anarchie und wurde von
zahlreichen Kriegen heimgesucht.
Im in den Jahren 1879 bis1883 stattfindenden Salpeterkrieg verlor
Bolivien einen beträchtlichen Teil seiner Staatsfläche
und seinen einzigen Zugang zum Meer (Pazifik) an Chile.
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Galerie

Simon Bolívar (1782-1830)

Antonio Jose de Sucre
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