Sollte man einmal einen Bolivianer näher
kennen, hat man einen Freund für´s Leben gefunden, wenn
auch die eigenen Landsleute sagen, in Bolivien könne man max.
2 Leuten Geld anvertrauen. Die Leute versuchen stets einem zu helfen,
soweit es in Ihrer Macht steht.
Das einzige Thema, bei dem die Bevölkerung keinen Spass versteht,
ist der Glaube, egal welcher Glaubensrichtung sie angehören.
Der Glaube bildet die grosse Konstante in ihrem Leben. Auch wenn
die Jüngeren (wie bei uns auch) sich nicht mehr so stark dafür
interessieren, kann man überall im Land starke Glaubenszeugnisse
entdecken. So ist es z.B. normal, dass ein Bolivianer sich bekreuzigt,
wenn er an einer Kirche vorbeigeht. Auch typisch die Verehrung von
"Patchamama" (Mutter Erde), der in jeder Lebenslage kleine
Opfer dargebracht werden, meist in Form von alkoholischen Getränken,
da die ja im Leben der Leute auch eine sehr grosse Rolle spielen.
Die Loslösung von den alten Werten kann vor allem im Norden,
dem Gebiet der Aymara beobachtet werden, da Betteln in deren Gesellschaft
nicht nur verpönt, sondern durch ihren Stolz strengstens untersagt
ist, aber aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage immer weitere
Verbreitung findet. Aber das wird sich sicherlich schnell wieder
verändern, sobald es mit der Wirtschaft nachhaltig bergauf
geht und auch die Leute werden dann sicherlich wieder zufriedener
und das Land dadurch noch interessanter und schöner als es
jetzt schon ist.
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Tänzer in traditionellen Kleidern, die
bei der Diablada vor einer Jury um die Wette tanzen. Eine Gruppe besteht
aus ca. 20-30 Leuten, von denen eigentlich immer welche gerade Pause
machen oder schon zu betrunken sind um zu tanzen.

Bevölkerungszunahme |