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Bolivien: Orte von S bis Z

Samaipata - San Ignacio de Velasco - San Javier - San Jose de Chiquitos - Santa Cruz - Sorrata - Sucre - Tihuanacu - Trinidad - Tupiza - Uyuni - Vallegrande


Samaipata
Ausgehend von Santa Cruz ist Samaipata nur in Sammeltaxis erreichbar, die nur von einem einzigen unscheinbaren Ort aus losfahren. Als einzige Sehenswürdigkeit sei das etwas außerhalb gelegene Prä-Inkafort "El fuerte" genannt, an dessen Eingang sich ein steinerner, natürlicher Inkakopf im Felsen befindet. Zudem können organisierte Buschtouren in den Amboro-Nationalpark gebucht werden. Samaipata ist ein idealer Ort, um mal richtig auszuspannen und sich zu erhohlen.


San Ignacio de Velasco
Im südöstlichen Tiefland gelegen bietet San Ignacio de Velasco gute Gelegenheit zum Entspannen. Es wurde von Jesuiten gegründet und bietet einige schöne Jesuitenniederlassungen in der näheren Umgebung.


San Javier
Diese erste Jesuitenniederlassung wurde im Jahre 1691 gegründet und ist durch beeindruckende Holzhäuser und eine umwerfende Landschaft geprägt. In der Umgebung befinden sich Wasserfälle und eine Thermalquelle.


San Jose de Chiquitos
Hauptattraktion ist die barocke Kirche, die mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. An Montagen findet ein Wochenmarkt statt, zu dem aus dem gesamten Umland die Mennoniten strömen, um sich mit den wichtigsten Dingen einzudecken.


Santa Cruz
Die in der Vergangenheit regelrecht boomende Ansiedlung wurde zur zweitgrößten Stadt Boliviens und ist das Herz des östlichen Tieflandes. Das Stadtbild von Santa Cruz ist durch sieben konzentrische Kreise geprägt, die im laufe der Zuwanderung nach und nach erschlossen wurden. Heute ist Santa Cruz mit seinen 800.000 Einwohnern die Wirtschafts- und Drogenhauptstadt des Landes. Außer übermäßiger Hitze und für bolivianische Verhältnisse überteuerte Preise kann man dieser Stadt nichts besonderes abgewinnen. Aufgrund des erst kürzlich stattgefundenen überaus schnellen Wachstums kam der kulturelle Teil zu kurz und man verliert nie so ganz den Eindruck, in einem Dorf, wenn auch riesigen Ausmaßes, zu sein. Dies spiegelt sich auch in den am Marktplatz in den Bäumen hängenden Faultieren wieder. Santa Cruz als Stadt selbst ist eher nicht sehenswert, jedoch als Startpunkt ins östliche Tiefland schlecht zu umgehen.


Sorrata
Hier sammeln sich viele Aussteiger aufgrund des milden Klimas und der atemberaubenden Landschaft. Über dem Dorf thront der schneebedeckte Illampu, der zu den 6-tauserndern Boliviens zählt und in einwöchigen Touren begangen werden kann. Der Nationalstolz Boliviens lässt sich einfach dadurch beschreiben, das der Illampu in einigen bolivianischen Karten als 7000er eingetragen ist, was jedoch keiner Überprüfung standhält. Der über tausend Jahre alte "Camino del Oro" nach Llipi sollte nur von gut durchtrainierten und akklimatisierten Personen begangen werden. Dieser 6-tägige Marsch führt über mehrere 4-tausender Pässe. In der Nähe zu Sorrata befindet sich auch die sehenswerte Grotte "San Pedro", die entweder zu Fuß oder in einer atemberaubenden Fahrt auf der Ladepritsche eines Lastwagens erreicht werden kann. Es handelt sich hier um eine Tropfsteinhöhle, die noch nicht komplett erschlossen ist.


Sucre
Die auch als "Weiße Stadt" bezeichnete Hauptstadt Boliviens liegt auf 2800 Meter über NN in angenehmen Klima. Dass sie zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, verwundert nicht, da sie zu den schönsten Städten Boliviens zählt. Da sich hauptsächlich die wohlhabendere Bevölkerung in Sucre tummelt, wundert es nicht, dass alles gut gepflegt und neu renoviert aussieht. Das tolle Flair, der grüne Stadtpark und das rege Nachtleben laden zu einem längeren Aufenthalt ein. Einen umwerfenden Ausblick über die Stadt hat man vom einem Cafe unterhalb des Franziskanerklosters aus. Die Hauptstadt wartet mit unzähligen Kirchen und Museen auf, in denen jeder auf seine Kosten kommt.


Tihuanacu
Die Ausgrabungsstätte der antiken Hauptstadt eines Volkes, das über 1400 Jahre ein Gebiet in der Größe des Inkareiches beherrschte, liegt südlich des Titicaca-Sees inmitten des Altiplano. Mit dem Bus kann Tihuanaco leicht erreicht werden, was durch eine riesige Anzahl an Touristen bestätigt wird. Hier kann man das sagenumwobene und sehr berühmte Sonnentor bestaunen, was einen Besuch unumgänglich macht. Für den Rucksackreisenden kann es jedoch empfehlenswert sein, mit den Micros Tihuanacu zu besuchen, da dies den Geldbeutel viel weniger strapaziert.


Trinidad
Diese in der Trockensavanne Boliviens gelegene Tropenstadt weist keine besonderen Sehenswürdigkeiten außer den Einheimischen auf ihren Motorrädern auf. Es sind jedoch Touren ins nahezu unbesiedelte Umland möglich, die aber nicht ganz billig sind.


Tupiza
An der Zugverbindung nach Argentinien gelegen bietet dieses Dorf Cowboyfans die Möglichkeit, Touren in die Pampas zu Pferd zu erleben. Ansonsten gibt es nichts Interessantes, was einen längeren Aufenthalt rechtfertigen würde.


Uyuni
Am besten ist dieses verschlafenen aber mit Touristen überfüllte Dorf mit dem Zug von Oruro aus zu erreichen. Zwar ist die Zugfahrt etwas teuerer als der Bus, jedoch um einiges komfortabler und dank der Filme und musikalischen (alte lokale Waisen wie z.B. "A mi Uyuni") Untermalung wird es zu einem Erlebnis. Übersetzt bedeutet der Name Uyuni "Platz der Lasttiere", was den Ort recht gut beschreibt. Lasttiere findet man zwar keine mehr, aber dafür umso mehr allradgetriebene Jeeps, die die Touristen auf den nahegelegenen "Salar de Uyuni" bringen. Dieser alleine ist eine Reise und wert und entschädigt dank der grandiosen Landschaft für die oftmals nicht so bequeme Autofahrt und die eisigen Nächte.


Vallegrande
Das Badehaus des Ortes in dem Che Guevara erschossen wurde und das Grab seiner deutschen Mitstreiterin bilden die touristischen Höhepunkte dieses im Bergland versteckten und im Kolonialstil errichteten Dorfes.